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Studien

Zum Thema Frühgeborene gibt es viele Studien, zum Outcome der Kinder und zur Langzeitprognose nur wenige.
Eine Auswahl möchten wir Ihnen hier vorstellen.


ADHS-Risiko nach Frühgeburt erhöht -
Ergebnisse einer Registerstudie aus Schweden

 

01. Februar 2011


Preterm Birth and Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder in Schoolchildren

Autoren: Karolina Lindström, MDa, Frank Lindblad, MD, PhDb,c, Anders Hjern, MD, PhDd

Pediatrics 2011; 127: 858, weitere Informationen und Download (Englisch)

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Frühgeborene haben erhöhtes ADHS-Risiko

Das hat eine schwedische Register-Studie mit Daten von insgesamt 1.180.616 Kindern ergeben, die zwischen 1987 and 2000 geboren wurden ...

Den vollständigen Bericht finden Sie auf der Webseite der Ärzte Zeitung:

 Pfeilzum Bericht

Preterm School Project - Eltern gesucht:
Neues Forschungsprojekt zur Schuleingangsbegleitung Frühgeborener

 

Januar 2011

 

Ein Projekt von Dr. Nina Gawehn
Fakultät für Psychologie, Entwicklungspsychologie, Ruhr-Universität Bochum

 

Als Vorstudie für dieses Projekt werden eine möglichst große Anzahl an Eltern Frühgeborener gesucht, deren Kinder im Sommer 2011 in die Schule kommen. Zunächst sollen im Rahmen eines ausführlichen Fragebogens eine Zustandsanalyse der Situation Frühgeborener bei der Einschulung erstellt werden.

Dabei geht es konkret um Fragen wie:

  • Liegen Entwicklungsauffälligkeiten vor und falls ja, welche Auffälligkeiten wurden medizinisch diagnostiziert?

  • Welche Schulen besuchen die Kinder? Welche Unterstützung im schulischen Kontext wird beantragt?

  • Welche Erwartungen, Fragen, Ängste, Hoffnungen haben die Eltern im Hinblick auf die bevorstehende Einschulung ihrer Kinder?

Anhand dieser Vorstudie sollen wichtige Ansatzpunkte für die pädagogisch-psychologische Begleitung der Kinder aufgedeckt werden.

Wenn Sie an diesem wichtigen Projekt teilnehmen möchten, finden Sie weitere Informationen zum Download auf der Website der Ruhr-Universität Bochum:

Pfeilzur Webseite von Dr. GawehnleerPfeilzum Download

 

Kontakt:
Dr. phil. Nina Gawehn, Dipl.-Psychologin
Vertretungsprofessorin Fachhochschule Bielefeld
University of Applied Sciences Fachbereich Sozialwesen
Kurt-Schumacher Str. 6, 33615 Bielefeld
Tel.: 0521/106-7804
Mail: Nina.Gawehn@fh-bielefeld.de

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Frau Dr. Gawehn referierte zum Thema
"Besondere Schulprobleme Frühgeborener: Aufmerksamkeitsleistungen nach Frühgeburt"
beim Symposium "Kind im Mittelpunkt – Frühgeborene in der Schule – (k)ein Problem?" des Landesverbandes "Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz" e.V. am 8. Mai 2010 in Nieder-Olm. Weitere Informationen zum Symposium und den Tagungsbericht finden Sie hier:

Pfeilzum Symposium "Kind im Mittelpunkt" und Tagungsbericht

Zusammenhang zwischen Geburtstermin und späteren Lernstörungen

 

11. Juni 2010


Gestational Age at Delivery and Special Educational Need:
Retrospective Cohort Study of 407,503 Schoolchildren

Autoren: Daniel F. MacKay, Gordon C. S. Smith, Richard Dobbie, Jill P. Pell

PLoS (Public Library of Science), weitere Informationen und Download (Englisch)

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Gestation study finds pregnant women should focus on going full term to reduce risks

Pfeilzur Pressemeldung der University of Glasgow

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Geburtstermin beeinflusst Lernfähigkeiten

Kinder, die vor der 40. Gestationswoche geboren werden, leiden in der Schule häufiger unter Lernstörungen. Dies kam in einer retrospektiven Kohortenstudie in PLoS Medicine
(2010; 7: e1000289) heraus. ...

Den vollständigen Bericht finden Sie auf der Webseite des Deutschen Ärzteblatts:

 Pfeilzum Bericht

Unaufmerksamkeit und Fehler: Ehemalige Frühchen haben es schwer

 

5. Juni 2009


Studie zu Problemen Frühgeborener im Schul- und Vorschulalter
von Dr. Nina Gawehn, Ruhr-Universität Bochum

Noch im Alter von sechs Jahren zeigen Frühgeborene Aufmerksamkeitsprobleme und kognitive Defizite, so das Ergebnis einer Untersuchung von Dr. Nina Gawehn vom Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie der Ruhr-Universität Bochum. Die Wissenschaftlerin empfiehlt daher eine gezielte Frühförderung zu früh geborener Kinder, auch wenn keine schweren neurosensorischen Einschränkungen festzustellen sind. ...

mehr ...

... "Im Vergleich zu den Reifgeborenen stellte Gawehn bei den Frühgeborenen einen verminderten allgemeinen kognitiven Entwicklungsstand fest. Besonders schlecht schnitten extrem früh geborene Kinder ab, die vor der 28. Woche geboren worden waren. Bei ihnen zeigten sich auch mehr soziale Verhaltensprobleme. Die elterliche Zufriedenheit hing vom kognitiven Entwicklungsstand ab. Frühgeborene waren im Vergleich zu den Reifgeborenen im Vorschulalter deutlich häufiger von ADHS und ADS betroffen.

Unabhängig vom kognitiven Entwicklungsstand zeigten Früh- und extrem Frühgeborene im Vergleich zu ihren reifgeborenen Altersgenossen langsamere und variablere Leistungsgeschwindigkeiten in allen untersuchten Aufmerksamkeitsfunktionen. Auch zeigten sie weniger Treffer/richtige Reaktionen oder ließen Reaktionen auf dargebotene Reize aus. "Da sie bei vorhandenem Reiz häufig gar nicht reagierten, gehen wir davon aus, dass sie Reaktionen langsamer initiieren", sagt Nina Gawehn.´

"Zusammenfassend weisen Frühgeborene im Alter von sechs Jahren unabhängig von ihrer Intelligenz schwächere Aufmerksamkeitsleistungen auf als Reifgeborene." Der Reaktionsstil der Frühgeborenen weicht aber vom bekannten ‚typischen‘ Reaktionsstil eines Kindes mit ADHS ab:
"Man weiß, dass Kinder mit ADHS viele falsche Reaktionen und ein schnelles Reaktionstempo im neuropsychologischen Testverfahren zeigen. Bei Frühgeborenen zeigten sich im Aufmerksamkeitstest aber keine Defizite in der Reaktionshemmung. Vielmehr stehen eine verlangsamte und instabile Reaktionsgeschwindigkeit sowie eine durch erhöhte Auslassungen verringerte Leistungsgüte im Vordergrund."

Bei der Nachuntersuchung ein Jahr später konnte Nina Gawehn bei den Frühgeborenen keine Aufholentwicklung im kognitiven Bereich feststellen. Allerdings beobachtete sie eine Veränderung der Aufmerksamkeitsleistungen: So verbesserte sich die Reaktionsgeschwindigkeit und die Reaktionsschwankungen nahmen ab. Die untersuchten Kinder verzeichneten bei der zweiten Untersuchung mehr Treffer und weniger Auslasser, machten aber auch mehr Fehler. "Dieser Befund lässt auf eine Kompensation schließen", sagt Gawehn. "Sie könnte die Folge eines durch Lernerfahrung veränderten Reaktionsstils oder das Ergebnis von Nachreifung oder Plastizität des Gehirns der ehemaligen Frühgeborenen sein. Genaue Mechanismen sind noch nicht geklärt."

Der Rat der Expertin: Frühgeborene mit Aufmerksamkeitsstörungen sollten eine spezifische und individuelle Aufmerksamkeitsförderung erhalten, welche die gestörten Teilaspekte fokussiert. Zwar lasse sich zurzeit noch nicht sicher klären, ob es sich bei einigen Frühgeborenen mit Aufmerksamkeitsstörung um eine Verzögerung oder ein bleibendes Defizit handelt. Die bleibende erhöhte Unzufriedenheit der Eltern bei unterdurchschnittlicher Entwicklung einerseits und die sozialen Probleme der Frühgeborenen andererseits verdeutlichten aber die Notwendigkeit therapeutischer Unterstützung.

"Die Vielfalt der möglichen Folgen macht eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Entwicklung Frühgeborener notwendig", unterstreicht Nina Gawehn. "Eine zusätzliche Untersuchung ehemaliger Frühgeborener vor der Einschulung könnte als Ergänzung zu den Nachuntersuchungen Frühgeborener mit Hilfe entwicklungsdiagnostischer Verfahren, die in deutschen Perinatalzentren durchgeführt werden, nützlich sein." Diese sollte neben neuropädiatrischem Status, allgemeiner kognitiver Entwicklung und Aufmerksamkeitsleistungen auch Verhaltensanpassung, elterliche Lebenszufriedenheit und Belastung erfassen. Da in der vorliegenden Untersuchung auch Frühgeborene, welche nach der 32. Schwangerschaftswoche geboren wurden, Aufmerksamkeitsstörungen aufwiesen, sollten auch Kinder mit eher mäßigem Risiko in Nachuntersuchungen eingeschlossen werden."

Quelle: Pfeil http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2009/msg00172.htm

Karin Jäkel

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Näheres kann man der folgenden Pressemeldung der Ruhr-Universität Bochum vom 05.06.2009 entnehmen:
Pfeilzur Pressemeldung      und    Pfeilzur Kontaktseite Dr. Gawehn

 

Frau Dr. Gawehn hielt als Referentin beim 3. Rheinland-Pfalz-Symposium "Kind im Mittelpunkt" - Frühgeborene in der Schule - (k)ein Problem?! des Landesverbandes "Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz" e.V. am 8. Mai 2010 einen Vortrag zum Thema
"Die Entwicklung ehemaliger frühgeborener Kinder - Aufmerksamkeiten im Schul- und Vorschulalter"

PfeilTagungsbericht zum 3. Rheinland-Pfalz-Symposium

Hannoversche Langzeitstudie

 

19. März 2009

 

Nachuntersuchung von Frühgeborenen in Niedersachsen

eine Studie der QualitätsInitiative,
des niedersächsischen Vereins zur Förderung der Qualität im Gesundheitswesen e.V.

Pfeilzur Studie

(auf der Homepage des ZQ finden Sie die Studie unter "Projekte / Nachuntersuchung"

 

Frühgeburt - Auswirkungen bis ins Schulalter?
"Können die Schwierigkeiten in der Schule denn wirklich noch mit der Frühgeburt zusammenhängen?", fragen Eltern häufig verzweifelt, weil Lehrer und zuweilen selbst Kinderärzte einen solchen Zusammenhang in Frage stellen.
Belegt wird dieser Sachverhalt jedoch u.a. durch die Ergebnisse der Hannoverschen Frühgeborenen-Langzeitstudie. Anlässlich der Informationsveranstaltung "Nachuntersuchung von Frühgeborenen" am 19. März 2009 in Hannover informierte Dr. Achim-Peter Neubauer, Oberarzt im Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover, über das entwicklungsneurologische Outcome von extrem kleinen Frühgeborenen im Schulalter.
Als Ergebnis nannte er u.a.: "48% der im Alter von 10 Jahren untersuchten Kinder hatten sich normal entwickelt, 36% wiesen Entwicklungsdefizite oder ausgeprägte Teilleistungstörungen auf, 14% der ehemaligen Extremfrühchen waren geistig behindert."

Auf der genannten Seite kann man übrigens noch weitere Informationen über die niedersachsenweite Nachuntersuchung von Frühgeborenen <28 SSW erhalten bzw. weitere Vorträge nachlesen, z.B. über "Sprach- und Entwicklungsförderung von Frühgeborenen" oder "Lebensqualität von Frühgeborenen im Schulalter".

Den Bericht bzw. Foliendowload finden Sie hier:  Pfeilzum Bericht

dazu ein Beitrag vom Deutschlandfunk:

 

17. Januar 2010

 

Vögelchen flieg' - Wie es Frühchen später geht
Von Thekla Jahn, Deutschlandfunk

 

Zitat aus dem Artikel:
"... Jedes elfte Kind in Deutschland kommt zu früh zur Welt. Mittlerweile überleben selbst unreifste Frühchen. Sie haben zum Teil nur etwas mehr als die Hälfte der Zeit im Mutterleib verbracht - 22 Wochen, hier liegt heute die biologische Grenze. Aber ist lebensfähig auch gleichbedeutend mit Lebensqualität? ..."

Pfeilzum Deutschlandfunk (Beitrag zum Anhören und Ausdrucken)

Langzeitbeobachtung von Extremfrühchen

 

27. Juli 2007

 

Epicure Study -
growth and blood pressure at 6 years of age following extremely preterm birth

Autoren: M A Bracewell, E M Hennessy, D Wolke, N Marlow

BMJ (British Medical Journal), weitere Informationen und Download (Englisch)
Pfeilzur Studie

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dazu ergänzende Studien zu Untersuchungen im Alter von 6 und 11 Jahren:

 

6. Januar 2005

 

Neurologic and developmental disability at six years of age after extremely preterm birth.
>Entwicklungsneurologische Einschränkungen im Alter von 6 Jahren nach extremer Frühgeburt<

(N Engl J Med. 2005 Jan 6;352(1):9-19; Marlow N, Wolke D, Bracewell MA, Samara M; EPICure Study Group).   Pfeilzur Studie

 

und

 

2. August 2009

 

Neurodevelopmental Disability Through 11 Years of Age in Children Born Before 26 Weeks of Gestation
Entwicklungsneurologische Einschränkungen im Alter von 11 Jahren bei Kindern, die vor der 26 Schwangerschaftswoche geboren wurden<

(Pediatrics 2009;124;e249-e257; originally published online Jul 27, 2009, by Samantha Johnson, Joe Fawke, Enid Hennessy, Vicky Rowell, Sue Thomas, Dieter Wolke and Neil Marlow)
 Pfeilzur Studie


Die Langzeit-Studie, die die Entwicklung von extrem frühgeborenen Kindern in Großbritannien und Irland untersucht, zeigt u.a. dass die Frühchen im Alter von 11 Jahren im Vergleich zu ihren reifgeborenen Klassenkameraden ein höheres Risiko für kognitive Einschränkungen verschiedener Ausprägung aufweisen. Hierbei sind Jungen schwerer betroffen als Mädchen, frühere Schwangerschaftswochen tragen ein höheres Risiko als nach längerer Schwangerschaft geborene Kinder.   Pfeilzur Tabelle auf Pediatrics.org

Im Vergleich zur Untersuchung derselben Kinder im Alter von 6 Jahren ergab sich nahezu kein Unterschied in der Ausprägung ihrer Einschränkungen.  Pfeilzur Tabelle auf Pediatrics.org


Alle Hintergrundinformationen bietet die Epicure-Webseite
Pfeilzur Epicure-Webseite

dazu ein Beitrag vom Deutschlandfunk:

 

15. Januar 2010

 

Entwicklung oder Umgebung- Autismus unter Frühchen auffällig erhöht
Von Thekla Jahn, Deutschlandfunk

Zitat aus dem Artikel:
"... Über 60.000 mal im Jahr wird in Deutschland ein Kind zu früh geboren. Was bedeutet ein derart früher Start ins Leben? Eine der interessantesten Studien kommt aus England - die Epicure-Studie, die die Entwicklung extrem frühgeborener Kinder bis zum Alter von elf Jahren untersucht hat. Dabei stellte sich heraus, dass diese ehemaligen Frühchen besonders häufig unter Autismus leiden. ..."

Pfeilzum Deutschlandfunk (Beitrag zum Anhören und Ausdrucken)Linie


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