"Diese Störung bezeichnet eine Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung benötigt werden."
Das frühzeitige Erkennen einer Rechenstörung ist von enormer Wichtigkeit. Bereits im Kindergarten werden die Weichen für ein mathematisches Verständnis gestellt, mit dem Schulbeginn zeichnen sich aufgrund der wachsenden Anforderungen oft schon nach wenigen Wochen Hinweise auf eine Rechenstörung ab. (
Hinweise zu notwendigen Vorkenntnissen von Vorschulkindern, Arbeitskreis Lernforschung). Erfahren die Kinder keine Unterstützung, ist in der Regel ein Teufelskreis aus Frustration und Resignation vorprogrammiert. Anfängliche Probleme im mathematischen Bereich verfestigen sich, wirken sich nach und nach auch auf andere Fächer aus, schlechte Noten oder sogar ein Scheitern in der Schule sind vorprogrammiert.
Je früher Therapie- und Fördermaßnahmen eingeleitet werden, umso eher lässt sich diese Abwärtsspirale aufhalten. Nur eine gemeinsame, eng abgestimmte Zusammenarbeit von Schule, Therapeuten und Elternhaus kann dem entgegenwirken.
Wir verzichten hier bewusst auf weitere Informationen und verweisen auf die umfassende Webseite des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie (BVL). Dort finden Sie alle nötigen Auskünfte zum Thema "Rechenstörung", konkrete Hilfsangebote, Literaturhinweise und Links. Zu speziellen Problemen in Ihrem Bundesland finden Sie Ansprechpartner in den einzelnen Landesverbänden.
zum Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie
Grundsätze zur schulischen Förderung bei Dyskalkulie
zu den Landesverbänden Legasthenie und Dyskalkulie
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aktuelle Pressemeldungen zum Thema
Einen Extrakt der BVL-Seite "Dyskalkulie" haben wir mit freundlicher Genehmigung des Verbandes in unserem Buch "Frühgeborene und Schule - Ermutigt oder ausgebremst", Kapitel 2: "Stolpersteine für´s Lernen" veröffentlicht.
Weitere wichtige Aspekte zu diesem Thema erörtern auch die Textbeiträge "Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben oder im Rechnen - Die Frage nach dem Nachteilsausgleich" und "Kooperation von Jugendhilfe und Schule beim Umgang mit Lese-Rechtschreib- und Rechenstörungen".